SMOOTHIES: Vitamine pur oder doch nur ein kaltgepresster Trend ?

Sie sind seit einiger Zeit voll im Trend und kaum noch aus unserem täglichen Leben weg zu denken. Smoothies!  Jeder kennt sie. Die einen lieben ihn, die anderen verziehen das Gesicht. Sie sind einfach und schnell zubereitet oder an jeder Ecke, „kaltgepresst“ wie es so schön heisst, zu kaufen. Sogar Jugendliche sind inzwischen bereit sich mit einem grünen Drink in der Hand öffentlich sehen zu lassen!

Die Meinungen sind jedoch nicht mehr so einstimmig wie am Anfang des Trends. Sie sollen wahre Vitaminbomben sein, Krankheiten vorbeugen, das Immunsystem stärken und können sogar Krankheiten heilen. Doch sind sie wirklich so gesund wie sie aussehen ?

Was sind eigentlich Smoothies?

Smoothies sind Mixgetränke und bestehen aus Gemüse, Früchten, Gewürzen, Wasser oder anderen Flüssigkeiten wie Tee, Saft oder Milch. Sie versorgen uns mit wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Mixen lässt sich fast alles und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Sie werden ohne Konservierungsstoffe oder Zuckerzusätze hergestellt und haben somit 100 % Fruchtgehalt.

Was ist mit der Oxalsäure im Spinat?

Vor allem grüne Blattsalate, Spinat, Grünkohl, Garten- und Wildkräuter eignen sich sehr gut für den Gesundheitsdrink. Diese haben die höchste Nährstoffdichte im Vergleich zu ihren Kalorien. Spinat, Grünkohl und Mangold sollten wegen ihres hohen Gehaltes an Oxalsäure jedoch mit Bedacht verwendet werden. Nicht täglich und nicht in hohen Dosen. Auch Petersilie, Rote Beete, Sauerampfer und Rhabarber gehören zu dieser Gruppe.

Oxalsäure entzieht dem Körper das für den Knochen und Zahnaufbau wichtige Calcium und bildet dafür unlösliches Calciumoxalat. Nimmt man das in grösseren Mengen täglich auf, kann es sich  in Form von Gries oder Steinen in den Nieren absetzen. Erhitzen vermindert zwar den Gehalt an Oxal, ist jedoch bei der Zubereitung der Smoothies nicht so geeignet.

Wie gut sind die gekauften Smoothies?

Die angebotenen Smoothies in den Supermärkten sollten mit Bedacht verzehrt werden. Verwendet werden oft Fruchtpürees, Fruchtmark, Fruchtkonzentrate oder Fruchtsaftkonzentrate. Wie der Name schon verrät handelt es sich hier um konzentrierte Früchte mit einer viel höheren Fruchtzuckerdichte als naturbelassene Früchte. Eine pure Kalorien-Falle. Ausserdem sind sie industriell verbreitet und durch die lichtdurchlässige Verpackung haben sie weniger Vitamine.

Unser Gehirn bekommt vom Fruchtzucker nicht die notwendige Information geliefert das wir satt sind, obwohl wir eigentlich schon eine grosse Menge an Kalorien aufgenommen haben. Der Hunger ist nach wie vor vorhanden. Der Zuckergehalt eines 250 ml Smoothies beträgt nicht selten 25 Gramm Zucker was eigentlich schon die Obergrenze des Tagesbedarfes entspricht!

Abnehmen mit Smoothies?

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Dazu eignen sich die Smoothies auf jeden Fall um einige der Portionen aufzunehmen. Wer jedoch denkt, mit Smoothies abzunehmen sollte nicht vergessen, dass so mancher Drink den Kaloriengehalt einer ganzen Mahlzeit enthalten kann. Denn trotz der Vitamine und Ballststoffe enthalten sie auch oft zu viel Zucker oder Fruchtzucker.

Wer trotzdem seinen Kilos etwas zu Leibe zu rücken möchte, sollte mehr Gemüse als Obst verwenden. 50 % bis 70 % Gemüse und der Rest mit Obst. Nach wie vor gilt, dass kauen eher satt macht als trinken.

Auch sollte man nur frisches Obst und Gemüse verwenden und keinesfalls irgendwelche Pulver benutzen. Da sich die Vitamine bereits eine Stunden nach dem Pürieren zersetzen, gilt es die Smoothies schnell zu verzehren. Mit etwas Milch, Joghurt oder einem Spritzer Öl lässt sich die Haltbarkeit um ein paar Stunden verlängern.

Generell sind Smoothies eine willkommen Abwechslung und sogar eine Ergänzung in unserem Speiseplan. Jedoch kein Ersatz für eine ausgewogenen gesunde Ernährung. Auf den richtigen Mix kommt es eben an!

Meine Lieblings-Smoothies

Heute stelle ich euch den einfachen und schnellen Spinat-Bananen-Kiwi Smoothie aus meiner Sammlung vor. Er entstand durchs ständiges Ausprobieren und ist zu jeder Tageszeit perfekt. Er kann natürlich auch mit Orangensaft und einer kleine Prise Chlorella, der Super-Mikroalge abgeändert und aufgepeppt werden.

  • 1 Handvoll Spinat
  • 2 Kiwis
  • 1 Banane
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • Minze
  • 300 ml Wasser 
  1. Fülle den Mixer mit Wasser und dem Spinat und mixe beides bei niedriger Geschwindigkeit.
  2. Füge nun Banane, Kiwis und den Saft der Zitrone hinzu und mixe alles auf höchster Geschwindigkeit.
  3. Füge zum Schluss die Minze hinzu.
  4. Einige Blätter Minze und eine Scheibe Kiwi zur Dekoration verwenden.

 

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Grüner Spinat-Bananen-Kiwi Smoothie

Cheers und bis bald, deine

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2 Comments

  1. fitandfoodworld

    Natürlich ist jeder Smoothie nur so gesund wie seine Zutaten, deshalb lässt es sich pauschal nicht lösen, ob ein Smoothie nun gesund oder ungesund ist. Für mich ist der morgendliche Smoothie eine schöne Möglichkeit, möglichst viele Nährstoffe in kurzer Zeit aufzunehmen – würde ich die Sachen alle einzeln essen, wären sie natürlich genauso gesund, allerdings selbst durch langes Kauen wahrscheinlich nicht so gut zerkleinert. Doch auch für Obst- und Salatmuffel und Kinder ist der Smoothie eine schöne Möglichkeit, genug frische Nährstoffe in kurzer Zeit aufzunehmen (statt sich z. B. mit Vitaminpillen zu behelfen). Ja, wichtig und gut ist es natürlich in dem Zusammenhang nochmal darauf hinzuweisen, dass zuviel des Guten eben dann doch nicht mehr gut ist wie hier am Beispiel Spinat/Oxalsäure etc. gut erläutert – und selbermachen punktet natürlich immer. Danke für den informativen Beitrag! 🙂

    Gefällt 1 Person

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