Kurztripp nach Hause – Maultaschen und Kartoffelsalat

Nach über sechs Monaten verlasse ich heute wieder mal meine Insel mit Ziel Deutschland. Es wird nur eine Kurzreise um den erfolgreichen Abschluss der Studienzeit meiner Tochter zu feiern. Ein weiterer Meilenstein meiner Kinder auf ihrem Weg in die Welt hinaus.
Ich sitze im Flieger und sehe meine grüne Insel umgeben von tiefblauem Meer langsam kleiner werden und schon habe ich ein wehmütiges Gefühl. Wir verlassen den Mittelmeerraum mit einer angenehmen Temperatur von 28 Grad und fliegen in den Norden, zu gerade mal 14 Grad, erwarteten Regenschauern und Gewittern.
Es sind doch nur vier Tage denke ich mir. Das halte ich schon irgendwie aus, wohlwissend das Jacke, Schirm und regenfeste Schuhe im Gepäck sind. Sicherheitshalber auch die Sonnenbrille, da ich ein Optimist bin und einfach nicht glauben will dass die Sonne nicht scheinen wird. Wenigstens ein Mal wird sie doch raus kommen!

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Ich würde allen daheim gebliebenen so sehr etwas mehr Sommerfeeling wünschen. Wir haben inzwischen Mitte Juni, also nicht so abwegig der Wunsch.

Ich fühle mich schon fast schuldig, dass ich klimatisch bevorzugt bin und versuche dieses Thema zu vermeiden um keinen Neid aufkommen zu lassen.

Inzwischen fliegen wir über Korsika und machen eine Schleife über Mailand um schließlich in Stuttgart zu landen. Die Sonne scheint immer noch hier oben  auf 12.200 m Höhe obwohl unter uns eine dicke weiße Watteschicht liegt.
Beim Blick auf den blauen Horizont fliegen meine Gedanken in fast gleicher Geschwindigkeit wie unser Flieger, hin und her.

Zurück in meine alte Umgebung, mein altes Haus zu sehen das direkt neben dem Haus meiner Eltern steht, gibt mir immer ein melancholisches Gefühl. Die Freude des Wiedersehens einerseits, alte Erinnerungen andererseits. Die zwei Seiten der Medaille, wie man so schön sagt. Du kannst das eine nicht ohne das andere haben!
Vielleicht einer der Gründe warum ich nicht so oft hin und her fliege. Nach über drei Jahren im Ausland fällt es mir jedoch nicht mehr ganz so schwer.
Auf der anderen Seite freue ich mich wieder meine Eltern und meinen Sohn zu sehen und auch meine Freunde zu treffen. Alles ist schon ziemlich genau verplant, wie immer eigentlich bei meinen Reisen zurück in meine alte Heimat.

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Ja, ich freue mich wirklich ein paar Tage meine Insel zu verlassen und wieder in die Vergangenheit einzutauchen. Wie schon mal erwähnt, vergangenes und gegenwärtiges will verknüpft werden, und das werde ich auch tun.
Gerade kommt die Durchsage daß wir über Zürich fliegen und die Temperatur bereits angefangen hat sich zu verringern. War ja klar! Wir befinden uns schon im Anflug und tauchen ein in die weißen Wolken.

Wie sehr vermisse ich doch die kleinen Dinge des Lebens. Maultaschen mit Kartoffelsalat,  ein Wiener Schnitzel, Apfelsaftschorle, saftige grüne Wiesen, deutsches Fernsehen, breite Autobahnen ohne Limit, die große Vielfalt an Brotsorten, duftenden frischen Kaffee, und so viel mehr. Selbstverständlich  für viele, doch für mich inzwischen etwas Besonderes.

Ich bin mir jetzt absolut sicher daß es ein tolles Wochenende werden wird.

Deine

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