Ja, es war die richtige Entscheidung!

18. März 2016

Nach einigen ungemütlichen Tagen mit Regenschauer, starken Windböen und einer Feuchtigkeit die mal wieder in die Knochen geht, hat mich heute völlig unerwartet die Sonne zu einem Spaziergang heraus gelockt. Ich stimmte spontan zu, packte mein Lunch ein, und machte mich auf dem Weg in den Park.

Welch ein wunderbares Gefühl die Sonnenstrahlen wieder auf der Haut zu spüren, denke ich mir während ich lächelnd die Stufen hinunter gehe, und auch die Luft riecht heute anders. Ein warmer Wind umschmeichelt mein Gesicht. Mir wird bewusst, dass dies genau die Augenblicke sind, in denen ich mir sicher bin, damals richtig gehandelt zu haben. Als ich meine schwierigste und sogleich wichtigste Entscheidung getroffen habe, allein einen Neuanfang auf Mallorca zu wagen.

Ich erkannte schon seit langem, dass unsere Ehe nicht mehr wie am Anfang war. Aber wie viele von uns, wollte ich es einfach nicht wahr haben. Redete mir immer wieder ein, dass es allen anderen bestimmt genau so geht und es absolut normal sei, dass die Verliebtheit und die Unbeschwertheit mit der Zeit etwas vergeht. Das war schließlich der Weg den ich gewählt hatte, und Höhen und Tiefen gehören nun mal dazu. Aber die bittere Wahrheit war, dass der Alltag auch uns in großen Schritten eingeholt hatte.

Damals wurde mir richtig bewusst, dass mein Leben in die falsche Richtung läuft. Und das im Eiltempo. Die Zeit raste an mir vorbei und ich fragte mich immer häufiger ob das schon alles war, was ich von meiner Zukunft noch zu erwarten hatte. So wollte ich auf keinen Fall weiter machen, aber gleichzeitig wusste ich auch nicht wie ich es ändern könnte. Alles war seit Jahren so eingefahren und zur Routine geworden, dass es unvorstellbar war daran zu rütteln. Schließlich war alles irgendwie miteinander verwoben. Ein großes Netz das wir uns selbst gestrickt hatten und das uns zwar eine gewisse Sicherheit gab, aber dafür erbarmungslos fest in seinen Fängen hielt.

Die Angst vor Veränderungen und der Verlust von Dingen die wir damals für so wichtig hielten, hielten uns zurück. Unvorstellbar sich von allem Ballast zu befreien, der einen nur daran hinderte das Leben wieder glücklicher, freier und intensiver zu genießen wie eins, als wir noch jung waren und das Leben noch wie eine lange breite Straße vor uns lag.

Rückblickend muss ich dankbar zugeben, dass mein damaliger Ehemann, den Schritt aus diesem Leben auszubrechen, als erstes gewagt hat und uns beiden damit nochmal die Chance gegeben hat, unser jeweiliges Leben wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

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