Best place to live

8. April 2016

Santa Catalina. Es war Liebe auf den ersten Blick. Schon beim ersten Besuch, als ich mich vor zwei Jahren auf die Suche nach einer Wohnung in der Stadt machte. Es war Frühling und ich setzte mich in ein kleines Café, um in aller Ruhe das Leben das hier herrschte, erstmal auf mich wirken zu lassen. Ich war augenblicklich fasziniert von der weltoffenen Atmosphäre und der Selbstverständlichkeit, wie hier mehrere Kulturen und Sprachen aufeinander trafen und mit welcher Leichtigkeit sie miteinander kommunizierten.

Fast jeder beherrschte mindestens zwei Sprachen und das hat mich gleich begeistert. Hier lebten Menschen die bereits die Welt bereist hatten oder solche die noch am Anfang waren, und hier eine erste Station machten. Sie alle hatten was gemeinsam, nämlich so viel wie möglich von der Welt sehen. An dem Tag wurde mir klar daß ich hierher gehöre. Die halbe Welt trifft sich hier und ich wollte unbedingt dabei sein.

So unternahm ich einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft und zog vom eher ruhigen Norden der Insel, runter in den belebten Süden, in die Hauptstadt Palma. Mitten rein in ein multikulturelles Viertel, das vor nicht all zu langer Zeit noch ein ruhiges Fischerdorf am Rande der Stadt gewesen war. Wo früher noch spanische Fischer und Kapitäne die Häuser bewohnten, haben inzwischen Skandinavier, Engländer, Deutsche, Italiener und Franzosen den Stadtteil fest in der Hand.

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Heute noch prägen Windmühlen, kleine bunte Häuschen mit französischen Balkonen oder schönen Jugendstilfassaden das Bild dieses faszinierenden Ortes der sich trotz des raschen Wandels seinen Flair bewahrt hat. Das Herz dieses Szeneviertel ist eindeutig der legendäre Mercat de Santa Catalina der seit 1905 existiert. Hier pulsiert das Leben und ist heute mehr denn je zu einem ganzjährigen internationaler Hot Spot geworden. Wie ein Magnet zieht es Einheimische, internationale Residenten und zahlreiche Urlauber an. Eintauchen und sich einfach treiben lassen bei einem Café con leche in einem der zahlreichen Cafés oder einem Caña, dem hellen Fassbier, an einem Tresen der vielen Marktstände. Dazu ein paar Tapas und die Welt ist in Ordnung.

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Die hohe Qualität und die Vielfalt der mediterranen und internationalen angeboten Delikatessen wie spanischer Käse, Fleisch, frischer Fisch und Meeresfrüchte nutzen nicht umsonst sehr viele Restaurants als Grundlage für ihre Küche. Aber auch Gourmets aus allen Teilen der Insel lockt der Markt täglich an. Frische Blumen, Gewürze und Weinraritäten gehören hier ebenfalls zum breiten Angebot.

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Eigentlich gibt es in Santa Catalina für jede Geschmacksrichtung etwas passendes. Ständig öffnet ein neues Restaurant mit noch ausgefalleneren, noch exotischeren Zutaten und Menüs, um die Gaumen der Feinschmecker zu erfreuen.

Fast täglich stellt sich die Frage ob ins französische Café, La Madeleine de Proust  zu leckeren Maccarons oder doch lieber gesundheitsbewusst mit einem Detox Smoothies von ZIVA in den Tag starten. Und so es geht weiter. Möchte man gerne zum Lunch oder Dinner  ausgehen, fällt die Wahl sogar noch schwerer. Lieber ein libanesisches  Shish Taouck im  Rotana, oder dem neuesten kulinarischen Trend, dem peruanischen Nationalgericht Ceviche direkt beim Peruaner Sumaq folgen?

Ich muss gestehen daß ich der indischen Küche verfallen bin. Mein Favorit ist das Basmati. Um hier an ein indisches Vindalho Curry zu kommen,  muss man erst über einen roten Rosenteppich laufen. In den orientalisch angehauchten und nach Räucherstäbchen duftenden Räumen, fühlt man sich unverzüglich  wie in Trance nach Bombay versetzt. Dass auch die kreolische Küche aus New Orleans und die thailändische mit ihren chinesischen und indonesischen Einflüssen hier längst vertreten ist, überrascht mich nicht mehr wirklich.

Die in der maritimen Branche arbeitende Bevölkerung und die Crew Mitglieder der vielen Yachten die hier vor Anker liegen, haben einen großen Einfluss auf diesen Verlauf genommen. Sie bilden heute einen Großteil der Bevölkerung von Santa Catalina. Egal wie fern man reisen kann und wieviel fremde Länder man schon bereist hat, früher oder später strandet man auf Mallorca!

Ich habe inzwischen schon mit einigen Globetrottern sprechen können und alle erzählten mir das Gleiche. Egal ob sie in St. Barths in der Karibik gelebt haben oder mit einem Segelschiff die halbe Welt bereist haben, hier auf dieser relativ kleinen Insel im Mittelmeer ist die Lebensqualität am besten. Das wurde vor kurzem auch von der britischen Sunday Times bestätigt, die Mallorca mit “Best place to live” gekürt hat. Dabei wurde zwischen 50 Städten weltweit, das Klima, die Landschaft, die Lebensqualität und auch die gastronomische Vielfalt verglichen.

Hier, auf diesem kleinen Fleck der Erde kommt also die Welt zusammen und bringt aus vielen fernen Ländern ständig neue Ideen und Anreize mit. Auch ich konnte mich damals dieser Anziehungskraft nicht entziehen und liebe inzwischen dieses lebendige Viertel.

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